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Die Weiße Göttin der Kannibalen

  • Streifzüge
  • vor 8 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

(Italien 1977)

Ein italienischer Regisseur dreht einen Horrorfilm in Englischer Sprache auf Sri Lanka und lässt die Handlung in Neuguinea spielen. Und weil in dem Film so furchtbare Sachen wie Kastrationen und der Verzehr von Wildtieren durch Wildtiere vorkam wurde er im Vereinigten Königreich schnell als jugendverdebend aus dem Verkehr gezogen. Aber ein ehemaliges Bond-Girl kann nichts erschüttern. Weder eine zielstrebig über Leichen gehende Verwandtschaft noch Eingeborene, die einen Geigerzähler für das Herz eines Geologen halten und seine Leiche deswegen als Gottheit verehren.

Pech für alle, das er damit tatsächlich Uranerz gefunden hat. Weswegen da noch ein paar weitere in Gras beißen müssen.

Der Film schwamm auf einer Welle von körperlichen Horrorfilmen, die alle das Bild des Dschungels, in dem wir leben wörtlich nehmen und mit entsprechenden Titeln an der dünnen Tünche unserer Zivilisation kratzen. Die Kannibalen kommen eigentlich so direkt nur im deutschen Verleihtitel vor, im Original geht es um den Gott vom Berg der Kannibalen, einer geographischen Zuschreibung, aber nach Cannibal Ferrox musste einfach mit diesem Schlagwort gearbeitet werden.

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